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Warum Feinwuchten?

Feingewuchtete Kurbelwellen, Schwungscheiben, Riemenscheiben und mehr

Erleichtern und Feinwuchten steigert die Effizienz. Das bedeutet, der Motor spricht besser an. Aber das ist längst nicht alles: dadurch, dass der Motor weniger eigene Masse bewegen muss, spart man Energie - und das schlägt sich direkt auf den Spritverbrauch um.

Durch das Feinwuchten wird die Laufruhe erhöht, Vibrationen werden minimiert und die Belastung der Lager wird stark reduziert.


Statisches Feinwuchten












































Hierzu eine Beispielrechnung:


Wenn man eine gewuchtete Schwungscheibe an eine gewuchtete Kurbelwelle montiert, kann man davon ausgehen, dass die Teile einen leichten Versatz zu einander haben. Das muss sein - ohne Spiel wären sie nicht montierbar. Nehmen wir weiterhin an, dass dieser Versatz 0,1mm - also einen Zehntel Millimeter- beträgt.

Außerdem benötigen wir noch die Daten einer Schwungscheibe. Als Beispiel eignet sich gut die Schwungscheibe des VR6, da sie einen großen Durchmesser hat. Sie wiegt nach der Bearbeitung 4100 Gramm.

Die Einheit für Unwucht heißt gmm: Gramm mal Millimeter und bezieht sich auf den Radius.

Für diese theoretische Rechnung gehen wir bei Schwungscheibe und Kurbelwelle von einer idealen Unwucht von 0,000gmm aus.


Man rechnet wie folgt:

4100g (Gewicht der Schwungscheibe) * 0,05mm (Radius des Versatzes) = 205gmm; das ist nur die Unwucht, die der Versatz erzeugt.


Diese Unwucht rechnet man auf den Durchmesser der Schwungscheibe hoch:

205gmm (Unwucht) / 135mm (Radius der Schwungscheibe) = 1,5g


Das bedeutet, der Versatz von 0,1mm macht 1,5g aus, die an der Schwungscheibe zerren.

Sie denken jetzt vielleicht, dass man das wohl eher nicht merkt. Aber ihr Motor merkt das auf jeden Fall, den bei 6500U/min entsprechen die 1,5g plötzlich 9100g - was bedeutet, dass bei dieser Drehzahl 9,1kg punktuell auf das äußere Hauptlager wirkt.


Und die Toleranz einer Serienschwungscheibe beinhaltet 10g. Da sind dann 91kg, die auf das Hauptlager drücken. Und da ist die Unwucht der Kurbelwelle noch gar nicht bedacht.


Unsere Schwungscheiben und Kurbelwellen haben eine Unwucht von weniger als 0,08 bzw. 0,2 Gramm.

Das bietet sich vor allem bei schweren Motoren von Nutzfahrzeugen, Schiffen und natürlich bei leistungsgesteigerten Motoren an - ob klassisches Tuning, Aufladung oder harter Einsatz - der Kurbeltrieb bildet die Basis für einen standfesten Motor. Und je weniger Energie ihr Motor darauf verwenden muss, sich selbst in Bewegung zu setzen, desto besser kann er Ihren Wagen bewegen.


Dynamisches Feinwuchten